Gründertalk mit Martin und Natalie "von Freude"

Der Wunsch, ein eigenes Unternehmen zu gründen und zu führen trieb uns beide lange um. Unternehmerische Entscheidungen zu treffen, und die eigenen Fähigkeiten zu nutzen, um das Geschäft zu entwickeln, bietet viel kreative Freiheit.

Meine familiäre Vorprägung machte Unternehmertum für mich zu einer klaren Option. Vorher einige Jahre als Angestellte gearbeitet zu haben, ist jedoch eine wichtige Hilfe in diesem Zusammenhang.

Auch als Einkäuferin für unterschiedliche Textilunternehmen hatte ich viel mit inhabergeführten Unternehmen zu tun, sagt Natalie. Ich, Martin, war vor der Gründung unseres Unternehmens „von Freude“ bei unterschiedlichen Banken für das Relationship Management großer Mittelständischer Unternehmen verantwortlich. Dort habe ich viel gesehen, was besser oder weniger gut laufen kann.

Ein eigenes Unternehmen ist aber natürlich spannender.

Was hat euch auf die Idee gebracht ein eigenes Bier zu brauen?

Es gibt in Deutschland zwar eine große Anzahl kleinerer Brauereien. Aber die gebrauten Biersorten beschränken sich auf weniger als ein Hand voll. Das ist langweilig. Unsere Biere folgen dem guten Geschmack, nicht einem vordefinierten Bierstil. Dieser Trend existiert im Ausland bereits seit mehreren Jahren. Biere zu komponieren mit komplexen Aromen wie bei guten Weinen, das ist unsere Passion. Nun erwacht dieser Wachstumsmarkt auch in Deutschland und wir sind dabei. 

Was ist euer nächstes großes Ziel?

Der Markt für Craft Beer ist gigantisch. Bisher ist erst ein geringer Teil dieses Marktes entwickelt. Für ein andauerndes Wachstum mit dem expandierenden Markt haben wir den Grundstein gelegt. Als Innovator haben wir uns innerhalb der Branche positioniert. Die Präsenz auf Messen und in den Medien bringt uns in eine gute Position. Hier weiter die Schrittgeschwindigkeit mitzubestimmen bedarf einer Vielzahl von Maßnahmen. Uns hier mit einem Partner zusammenzutun, um die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu haben, können wir uns durchaus vorstellen. Den richtigen Partner zu finden und gemeinsam die richtigen Schritte für die Zukunft umzusetzen, ist eine Herausforderung. An guten Ideen mangelt es uns jedenfalls nicht.

 

Was macht Hamburg für Gründer so attraktiv?

Ich glaube, Hamburg ist ein guter Testmarkt für innovative Produkte. Die Bevölkerungsstruktur erscheint mir repräsentativ für Deutschland. Sie bildet sowohl kaufkräftiges Publikum als auch alle Altersschichten ab. Hinzu kommt, dass Hamburg innerhalb Deutschlands vielerorts ein Vorbild ist.

 

Was könnt ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Ein gewonnener Kunde ist unendlich viel wertvoller als ein fertiger Businessplan. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.