Was TRY FOODS Gründer Jörn Gutowski anderen Gründern rät und welche Herausforderungen nach seiner Gründung auf ihn zukamen

Die erste Herausforderung lag in der Konzeption der Verpackung für ein Set. Gemeinsam mit der Designagentur PostlerFerguson und dem Verpackungsunternehmen Rhiem haben wir ein Jahr lang eine passende Verpackungsform entwickelt.

Nachdem die ersten Produkte im Webshop in den Verkauf gingen und das erste Feedback von Kunden und Medien sehr positiv ausfiel, dachte ich: „Es läuft“. Allerdings habe ich komplett unterschätzt, wie schwierig es ist, nachhaltig zum Kunden durchzudringen und ihn immer wieder daran zu erinnern, dass es TRY FOODS gibt.

Zudem habe ich den Einzelhandel unterschätzt. Ich dachte, wenn ich mal drin bin, bleibe ich auch dort. Kunden kannten TRY FOODS nicht und wussten nicht, was genau diese Boxen beinhalten, die da im Regal stehen. Naiverweise hatte ich mir vorgestellt, dass der Einzelhandel mir hilft, TRY FOODS bekannt zu machen. In Wahrheit muss man zuerst bekannt sein, damit es dann im Einzelhandel funktioniert. 

Denkt daran, dass es nicht den einen Weg zum Erfolg gibt. Jede Gründergeschichte ist anders. Schaut genau darauf, was Euer Konzept beinhaltet und fast noch wichtiger, was Eure Stärken und Schwächen sind.

Sprecht mit möglichst vielen Leuten, holt Euch Impulse von außen. Macht Euch aber nicht verrückt, wenn Ihr unterschiedliche Meinungen hört. Filtert diese bzw. gleicht sie mit dem ab, was Ihr denkt und wer Ihr seid.

Seid Euch bewusst, dass ALLES länger dauert, als man vorher denkt. Es dauert länger eine Verpackung zu entwickeln, eine Webseite zu bauen oder einen Kundenstamm zu entwickeln. Wenn Ihr von Eurer Idee überzeugt seid, müsst Ihr Durchhalten und Euch vorher überlegen, was das für Euch (auch privat) bedeutet.