Judge - it! Die Umfrage- und Abstimmungs-App

Die Idee ist entstanden, als wir 2015 mit mehreren Personen parallel mehrere Junggesellenabschiede organisiert haben. Es war ein echtes Chaos und hat sich teils ewig hingezogen. So kam uns die Idee, eine Abstimmungsapp zu entwickeln. Bekannte reine Terminkoordinationsapps haben uns leider bei der Junggesellenabschiedsplanung nicht geholfen, da sie nicht intuitiv waren, keine Telefonbuchsynchronisation erfolgt, keine mehrdimensionalen Abstimmungen (Zeit, Ort, Unterkunft…) möglich sind oder ein Chat fehlt. Als wir uns den Markt angesehen haben, stellten wir fest, dass keine intuitive, vielseitige Abstimmungsapp existierte. Mit unserer App Judge it! können bspw. auch mehrdimensionale Abstimmungen erstellt werden – auch innerhalb nur einer Abstimmung kann auf diese Weise bspw. über Ort und Termin eines Treffens gleichzeitig entschieden werden, und das im Handumdrehen mit zig Personen. Ein abstimmungsspezifischer Chat ermöglicht darüber hinaus das Klären von Detailfragen. Motiviert hat uns, dass wir zum einen einen klaren Bedarf erkannt haben, der am Markt nicht durch ein Angebot gedeckt war - und insofern haben wir von Anfang an an die Idee geglaubt. Zudem motiviert natürlich, eine Vision eigenverantwortlich umzusetzen und selbstbestimmt voranzutreiben und sukzessive zu sehen, wie etwas entsteht.

Unsere App ist kostenlos und soll auch weiterhin kostenlos nutzbar bleiben. Dies ist ganz essentiell für die Verbreitung. Wir wollen aber perspektivisch für gewisse Zusatzfunktionen In App Käufe anbieten, bspw. für Videoabstimmungen. Wir haben auch weitere Ideen, die möchten wir aber noch nicht verraten an dieser Stelle. Das besondere an unserer App ist, dass anders als in Messengern - von denen wir uns ganz klar abgrenzen wollen - eine zielgerichtete, schnelle Entscheidungsfindung mit mehreren Personen schnell möglich ist. 

Wir haben die Screens getrennt: ein Screen zeigt übersichtlich die Antworten jedes Teilnehmers zu verschiedenen Abstimmungsoptionen je Abstimmung (Wo fahren wir hin? Was machen wir Samstagabend? Was schenken wir Horst? etc.), auf einem separaten Screen kann darüber hinaus gechattet werden. So lässt sich sicherstellen, dass die Teilnehmer durch das Posten von Fotos im Chat, anderweitigen Diskussionen und Kommentaren etc. nicht die eigentliche Frage aus den Augen verlieren, sondern auch bei jeglichem Spaß im Chat die Entscheidung zu etwas zeitgleich schnell herbeiführen können.

 

Wir arbeiten mit Freelancern, insbesondere auch im Ausland. Diese haben wir über Verwandte gefunden, es klappt herausragend. Wir haben uns bislang ausschließlich mit Eigenkapital finanziert, insofern geht es derzeit wesentlich darum, die liquiden Mittel optimal einzusetzen. Der ganz überwiegende Teil der finanziellen Mittel wird für die Entwicklung der App selbst benötigt, perspektivisch stärker für Marketing. Eine Kapitalerhöhung ist derzeit nicht erforderlich, wir möchten aber nicht ausschließen, dass sich dies in ein paar Monaten anders darstellt, je nachdem, wie schnell wir welche Funktionen noch einbauen möchten. Eine Monetarisierung, vgl. In App-Käufe, ist natürlich perspektivisch angedacht, aber dies wird noch dauern.

Die größte Schwierigkeit war und ist es sicherlich, sich von Rückschlägen nicht komplett demotivieren zu lassen. Leider gibt es immer wieder Rückschläge, Zeitverzögerungen, Dinge, die einfach nicht so laufen, wie man sie sich ausmalt. Sich dies nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen, ist ganz entscheidend, auch wenn dies nicht immer leicht ist. Einen Geheimtipp kann man hier weniger geben, aber es ist sicherlich gut, ein Team zu haben, das nicht nur unterschiedliches Know-how mitbringt, sondern sich auch charakterlich gut ergänzt. So kann man sich gegenseitig aufbauen, wenn es mal Rückschläge gibt, und kriegt natürlich auch häufig eine andere Sicht auf wichtige Dinge - das ist als Korrektiv sehr wichtig. Was wir anders machen würden… wahrscheinlich noch klarer, noch konsequenter priorisieren. Wir haben uns viel zu früh Gedanken um Marketing, Growth Hacking, Social Media Präsenzen etc. pp. gemacht. Wenngleich das wichtig und essentieller Bestandteil einer Strategie gerade im Bereich der App Entwicklung sein sollte, der Fokus muss am Anfang schlichtweg vielmehr noch auf dem Produkt selbst liegen. Und wenn das stimmt, kann man sich vieles andere sparen.