Alcandia - Verkaufe deine Reise und vermeide Stornogebühren!

Es hat uns schon immer gereizt, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Wir fanden es einfach spannend, ein Geschäftsmodell von null auf selbst zu gestalten und dabei notwendige Geschäftsbeziehungen zu knüpfen. Natürlich schwingt bei all dem die Erfahrung mit, die man in mittelständischen Unternehmen oder Konzernen gemacht hat und die letzten Endes dazu führen, dass man selbst die Leitung eines Unternehmens übernehmen möchte, um die Firma nach seinen eigenen Vorstellungen führen zu können.

 

 

Alcandia ist der neue Zweitmarkt für Reisen. Wer seine Reise aus irgendeinem Grund nicht antreten kann, der kann sie bei Alcandia durch eine einfache Namensänderung an eine andere Privatperson verkaufen und spart dadurch horrenden Stornierungsgebühren. Der Last-Minute-Reisende freut sich gleichzeitig über einen Urlaub zum Schnäppchenpreis, weil die Reisen im Schnitt mit 35-40% Rabatt angeboten werden. Wir von Alcandia übernehmen die komplette Abwicklung und berechnen dafür eine geringe Servicegebühr, die nur bei erfolgreichem Weiterverkauf der Reise anfallen. Ansonsten ist unser Dienst für den Kunden zunächst kostenlos.

 

Entgegen der Konkurrenz versuchen wir, vor allem über existierende Marktteilnehmer bestehende Vertriebsnetzwerke und Customer Touchpoints einzubinden, um das Thema flächendeckender an den breiten Markt heranzutragen.

Wir haben bei Alcandia einen Stornorechner programmiert, mit dem Reisende jederzeit überprüfen können, wie hoch ihre Stornierungsgebühren wären und in wie vielen Tagen sie in die teurere Stornostaffel rutschen. Außerdem kann man sich mithilfe des Stornorechners über Umbuchungsmöglichkeiten und Namensänderungsgebühren informieren. So einen Service gab es bisher noch nicht!

Wir versuchen, neben der Direktansprache betroffener Kunden über die eigene Website zunehmend auch über die ohnehin vorhandenen Points of Sale im Reisemarkt die Kunden zu erreichen. Dafür ist ein breites Netzwerk an Kooperationspartnern wichtig, das wir gerade aufbauen und kontinuierlich erweitern. Der Reisemarkt ist aus unserer Erfahrung heraus weniger dynamisch und schnell, als dass bei anderen Branchen der Fall ist. Von daher dauert der Aufbau der notwendigen Partnerschaften etwas länger als gewollt.

Wir haben im Mai 2016 eine Finanzierungsrunde im mittleren 6-stelligen Bereich abgeschlossen und dabei strategisch wichtige Investoren an Board geholt. Dabei war uns besonders wichtig, unter den Investoren eigene ehemalige Gründer und mittlerweile Business Angels als auch Vertreter aus der Reisebranche selbst zu haben. Wir haben dabei für uns eine sehr gute Mischung aus Investoren unterschiedlicher Richtungen erreichen können. Für die ersten Monate bis zum Launch und nach Launch ist der Großteil des Geldes in die Entwicklung des MVP und der Weiterentwicklung der Plattform geflossen, der Rest in Marketing und das Team. 

Die Gründer: Sebastian May und Sergej Zwezich
Die Gründer: Sebastian May und Sergej Zwezich

Die momentan größte Herausforderung ist sicherlich noch die Unbekanntheit des Unternehmens und die Erreichbarkeit der breiten Kundenmasse in der Reisebranche. Über Jahrzehnte wurden Kunden so erzogen, dass sie ihre Reise sofort stornieren, sobald absehbar ist, dass sie ihre Reise nicht antreten können. Hintergrund: im Wochenrhythmus in etwa rutschen die Stornierungsgebühren in höhere Staffeln, die die Reiseveranstalter in ihren AGB verankern. Auch Rücktrittskostenversicherungen halten heute ihre Kunden an, die Reise sofort zu stornieren, um einen zusätzlichen Schaden zu verhindern. Diese Erziehung der Kunden hat dazu geführt, dass heute kaum jemand nach Alternativen sucht und wie selbstverständlich die hohen Stornokosten in Kauf nimmt, statt die Reise bspw. weiterzuverkaufen versucht.

Dagegen versuchen wir anzugehen und den Markt „umzuerziehen“, was wahrscheinlich aber nur über einen langen Zeitraum machbar sein wird. Daher sind für uns die Partnerschaften so wichtig, um den Kunden dort zu erreichen, wo er sich bei Stornierung befindet.

 

Grundsätzlich bedeutet gründen auch ein enormes Durchhaltevermögen und ein hohes Frustrationslevel, erst recht wenn es mal nicht so läuft. Ich würde niemals (mehr) eingleisig fahren, weder bei Investoren noch bei Kooperationspartnern.

Jedem Gründer sollte klar sein, was er in seinem Leben genau erreichen möchte und was die eigentliche Motivation für die Gründung ist. Er sollte sich fragen: Mache ich es für mich selbst oder jemand anderen, und welchen Sinn sehe ich darin?