Aeijst - Die Steiermark ist vielleicht nicht traditionell für Gin bekannt, aber das fängt jetzt an!

Wie man so schön sagt, “war die Zeit reif”. Nach vielen Jahren im Bereich der Wein- und Spirituosenerzeugung entstand eines Tages mehr oder weniger zufällig die Idee, einen Gin zu entwickeln. Bei der Verkostung eines spanischen Gins, der ein Geschenk meines Schwiegersohns in spe war, kam der zündende Funke. Der Drang etwas Eigenes ins Leben zu rufen, etwas auf das man stolz sein kann, war schon lange vorhanden. Es hat nur den richtigen Moment gebraucht.

Von Beginn an waren meine Kinder Markus, Paul, Lisa und ihr Freund Andreas Tuder am Entwicklungsprozess beteiligt und somit eine große Motivation für meine Entscheidung zu gründen. Gemeinsam haben wir viele Ideen entwickelt und Aeijst zu dem gemacht, was er heute ist. 

Gründer Wolfgang Thomann mit familiärer Unterstützung
Gründer Wolfgang Thomann mit familiärer Unterstützung

In erster Linie bin ich Produzent, und das soll auch so bleiben. Damit der Gin aber auch zum Gast an die Bar kommt, arbeiten wir sowohl mit dem Handel als auch mit der Gastro eng zusammen. Wir versuchen ein sehr persönliches Verhältnis mit unseren Partnern zu pflegen, da sie es dann letztendlich sind, die Aeijst und die Geschichte dahinter kommunizieren.

Einen auch nicht unwesentlichen Teil bildet der Verkauf ab Hof bzw. die Bestellmöglichkeit auf unserer Website.

 

Wir produzieren Aeijst - Styrian Pale Gin, einen steirischen Gin aus 100% biologischen Zutaten. Unser Ziel ist es immer, die Leute zum Verkosten zu bringen, da wir sehr vom Geschmack unseres Gins und dessen Wiedererkennungswerts überzeugt sind. Da das aber oft nicht möglich ist, waren uns auch andere Aspekte sehr wichtig. Zum einen die Geschichte und die Handarbeit dahinter, zum anderen vor allem auch das Design. Wir haben versucht ein möglichst rundes und attraktives Gesamtbild zu schaffen. Der Purismus, der sich durch das ganze Produkt zieht, spiegelt auch unsere Einstellung wider. Aeijst soll nicht nur dem Gaumen sondern auch den Augen gut tun. 

Gute Partner spielen bei uns eine sehr wichtige Rolle. Wir haben ein gutes Netzwerk an professionellen und ambitionierten Partnern, viele davon sind enge Freunde. Natürlich war das nicht von Beginn an so. Glücklicherweise haben mir einige Kontakte aus dem Bereich des Weinbaus das ein oder andere wichtige Tor geöffnet - mittlerweile hat sich daraus eine gut funktionierende Symbiose entwickelt.

Außerdem haben wir von Anfang an versucht, keine Veranstaltung auszulassen, die uns auch nur die kleinste Chance auf etwas Neues bereithalten könnte. Wir alle sind regelmäßig auf Messen, Märkten, Verkostungen etc. unterwegs - einerseits sehr anstrengend, andererseits die wichtigsten Plattformen für potentielle Partner.

 

Leicht stolz darf ich sagen, dass es ohne finanziellen Zuschuss funktioniert hat. Teile der Ausstattung waren beim Start schon vorhanden, der Rest kam schrittweise dazu. Da sich dahinter ein längerer Prozess verbirgt, ist er nur schwer zu beziffern. Gerade am Beginn muss man aber schon ein bisschen Geld für die Entwicklung, die Ausstattung, den Webauftritt und Ähnliches einplanen. 

Über die Zeit hat es einige schwierige Situation zu meistern gegeben und wir haben auch immer wieder mal Fehler gemacht. Da gibt’s nur eines: Daraus lernen und kein zweites Mal machen. Solange man sein Ziel nicht aus den Augen verliert, übersteht man jedes Tief.

 

Für unsere bisherigen Erfolge waren unzählige Faktoren entscheidend, einige konnten wir beeinflussen, andere aber wieder nicht. Was aber auf jeden Fall stimmen sollte, ist die richtige Einstellung - man sollte das was man macht, wirklich gerne machen. Bei uns ist es außerdem enorm wichtig den Markt ständig zu beobachten, um schnell reagieren zu können. Offene Augen und Ohren sorgen dafür, dass man möglichst keine Chance verpasst. Wenn du es dann auch noch schaffst, dass Leute über dich reden, bist du auf einem guten Weg.

 

Anders machen würde ich höchstwahrscheinlich nichts, da ich auch aus den weniger rosigen Momenten gelernt habe. Vieles auszuprobieren gehört einfach dazu, ob es funktioniert, weiß man oft erst im Nachhinein.