RECUP - der Kampf gegen Einwegbecher

Die Idee

Die Idee hatten wir in der Uni. Bei Fabian in Schweden gab es nur Einwegbecher in der Uni. Bei Flo gab es zwar Tassen, aber die hat keiner genutzt und jeder Student ist in den Pausen auf dem Campus mit Einwegbechern herumgestanden. Wir hatten die gleiche Idee und wurden dann von Julia Post (Coffee to go again) vernetzt, nachdem wir ihr davon erzählt hatten.

 

Inspiriert hat uns ganz klar das Vorbild des deutschen Pfandsystems. Die sehr deutsche Sache „Pfand“ ist nichts Neues für die Menschen und daher liegt es nahe, diese Idee auf Kaffeebecher zu übertragen.

Das Geschäftsmodell

Bisher gibt es in Deutschland kein Pfandsystem für Coffee-to go. Mit RECUP bieten wir das erste Pfandsystem an, das auch flächendeckend zum Einsatz kommen kann. Zwar ist das System vergleichbar mit dem System von PET und Glasflaschen, allerdings mussten wir für unser System einen neuen Pfandbecher entwickeln, sowie die Prozesse und Organisation an ein komplett neues Marktumfeld anpassen. Das Pfandsystem ermöglicht es den Konsumenten, einen Kaffee bei einem beliebigen RECUP-Partner in einem Mehrwegbecher (RECUP) gegen Pfand mitzunehmen und anschließend bei einem beliebigen RECUP-Partner wieder abzugeben. Als Vorreiter auf diesem Gebiet möchten wir dazu anregen, das Konsumverhalten zu überdenken und es nachhaltiger zu gestalten. Das heißt, wir möchten bei Cafés und Kaffeetrinkern das Bewusstsein für den Ressourcenverbrauch, durch Coffee-to-go Becher, stärken und so den Pappbecherkonsum senken.

 

 

RECUPs bestehen aus dem recycelbaren Kunststoff Polypropylen (PP). Aktuell ist PP aus unserer Sicht die nachhaltigste Alternative, da wir für ein Pfandsystem ein robustes, leichtes, heißgetränkegeeignetes Material benötigen, das eine lange Haltbarkeit aufweist und recycelbar ist. Der Circular-Economy-Gedanke ist uns beim Produktdesign sehr wichtig gewesen. Unsere Becher können mindestens 500 Mal genutzt werden und werden anschließend direkt bei unserem Hersteller am Bodensee recycelt.

Die Marketingstrategie

In unserem schnell wachsenden und jungen Team arbeiten Vertrieb und Marketing eng zusammen. Über unsere Partner-Plattform können sich interessierte Anbieter für Coffee-to-go informieren, registrieren und als Partner an unser System anbinden. Je mehr Anbieter mitmachen, desto überzeugender ist das System für den Kunden, der seinen Kaffee im Mehrwegbecher bei jedem Partner mitnehmen und zurückgeben kann. Auf der anderen Seite hat es der Endkunde in der Hand, ob er auf den RECUP umsteigt, deswegen möchten wir viel Aufklärungsarbeit leisten und soweit es das Marketingbudget zulässt, präsent sein (z.B. durch den RECUP Aufkleber an jedem teilnehmenden Café). Das Thema ist aber zum Glück gerade sehr aktuell, weswegen wir mit Anfragen zumindest immer auf Interesse stoßen. 

Die nächsten Ziele

Nach dem Launch am 15. Mai in München starten wir als nächstes in Berlin, vor Ort ist Clemens Pech, der auch Geschäftsführer bei uns ist und vor einiger Zeit ein Pilotprojekt für ein Pfandsystem in Berlin getestet hat. Mit anderen Städten sind wir auch schon im Gespräch und hoffen, dass es das Coffee-to-go-Pfandsystem bald in ganz Deutschland gibt.