PropTech Unternehmen Allthings rüstet Gebäude mit eigener Service-App aus

Die Gründungsgeschichte

Das Erlenmatt-Quartier: seit 2015 ausgestattet mit einer Allthings Service-App für Mieter
Das Erlenmatt-Quartier: seit 2015 ausgestattet mit einer Allthings Service-App für Mieter

Ursprünglich gründeten wir mit einer anderen Vision und unter einem anderen Namen. Wir erkannten früh, dass IoT den Markt grundlegend verändern wird - aber nicht von heute auf morgen. Es braucht Sensoren, Kommunikationstechnologien und zugehörige Energieversorgung, um gewöhnliche Produkte wie Fahrräder, Brillen oder Möbel in smarte Produkte zu verwandeln. Genau darin sahen wir unsere Chance und gründeten die IoT-Plattform qipp. Unser Ziel: Produkte ohne Hardware smarter zu machen - durch das Hinzufügen kleiner digitaler Dienste wie Dokumentation, Ticketing oder einer Pinnwand.

 

Nach anderthalb Jahren von Tests, MVPs und Pilotprojekten, brachte der Austausch mit dem Schweizer Immobilienentwickler Losinger Marazzi die Frage auf: Kann man anstatt von kleinen wertvollen Produkten auch ganze Gebäude mit solchen digitalen Diensten ausrüsten? Gefragt, getan. Gemeinsam statteten wir das Basler Wohnareal Erlenmatt mit seiner eigenen Mieter-App aus. Für das Projekt erhielten wir 2015 den Preis als beste Smart-Home Lösung der Welt am Mobile World Congress in Barcelona.

 

Nach dem Erfolg und der darauffolgenden Nachfrage aus dem Immobilienumfeld stellten wir alle weiteren Projekte ein - und sind zum PropTech Unternehmen Allthings geworden. Der neue Name passt gut. Denn über unsere modulare Immobilien-Service-Plattform bieten wir alle digitalen Dienste rund um das Leben und Arbeiten in Gebäuden an, versammelt an einem Ort.

Das Produkt

Die Erlenmatt Service-App für Mieter
Die Erlenmatt Service-App für Mieter

Wir rüsten Gebäude mit ihrer eigenen, maßgeschneiderten Immobilien-Service-App aus. Ähnlich wie in einem App-Store können - je nach Immobilienart und Bedarf - verschiedene Dienste kombiniert werden, beispielsweise:

 

Über eine Pinnwand kommunizieren die Mieter untereinander; Meldungen an den Property Manager werden einfach und zeitgemäß via App über ein Ticketing-System eingegeben; gemeinsam genutzte Ressourcen, wie Meetingräume oder Parkplätze können ebenfalls über die App gebucht werden.

 

Einzigartig ist dabei der modulare Aufbau unserer Plattform. Denn nicht jedes Gebäude braucht die gleichen Dienste. Für jeden Auftraggeber stellen wir eine individuelle Gebäude-App zusammen, wobei wir die Nutzung über ein Lizenzmodell monetarisieren.

 

Dienste von Dritten lassen sich sehr leicht integrieren. Ein Beispiel ist die Kooperation mit KIWI, Marktführer für schlüssellose Zugangssysteme. Durch die Integration dieses digitalen Dienstes können Türen über unsere Applikation geöffnet und geschlossen werden. Nach dem Prinzip lässt sich unsere Plattform um alle denkbaren digitalen Services erweitern.

Der Markt

Unsere Lösung wird von der Immobilienbranche und der Wohnungswirtschaft genutzt -

derzeit sind tausende von Gebäuden in der DACH-Region mit einer Applikation von uns ausgestattet. Dabei verfolgen die unterschiedlichen Segmente verschiedene Ziele. Während Gebäudeentwickler neue Immobilien mit einer passenden digitalen Servicewelt ausstatten wollen, suchen Bestandshalter u.a. nach Lösungen um die Mieter-Verwalter-Kommunikation effizienter zu gestalten und Leerstände durch eine höhere Zufriedenheit und Transparenz zu vermeiden.

 

Die Nutzer unserer Apps zählen indirekt ebenfalls zu unserer Zielgruppe, denn der Mehrwert unser Plattform spiegelt sich in den Nutzungsraten der Applikation wider. Diese sind überdurchschnittlich hoch: Bis zu 92% registrieren sich, über 75% nutzen das digitale Angebot regelmäßig.

Die Strategie

Stefan Zanetti, CEO von Allthings
Stefan Zanetti, CEO von Allthings

Bei der Eroberung des Marktes spielen uns gleich verschiedene Alleinstellungsmerkmale in die Karten: Derzeit sind wir die einzige modulare Immobilien-Service-Plattform und haben seit 2015 ein starkes Partnernetzwerk aufgebaut. Wir integrieren digitale Services von Dritten und können unseren Kunden so heute wie morgen alle Gebäude-Dienste auf unser Plattform gebündelt anbieten.

 

Gleichzeitig besteht unser Investorennetzwerk aus gestandenen Branchenexperten, wie z.B. Marc Stilke (ehemaliger CEO Immobilienscout24), Dr. Beat Schwab (ehemaliger Global Head of Real Estate Investment Management der Credit Suisse) oder Lutz Basse (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der SAGA). Das bringt uns tiefe Einsichten in die Welt und Bedürfnisse unserer Kunden.

Die Zukunft

Wir haben das Glück einer stetig wachsenden, internationalen Nachfrage und konnten quasi schon von Anfang an ein positives Betriebsergebnis verzeichnen. Das Kapital aus unserer jüngsten Finanzierungsrunde über CHF 2.5 Millionen setzen wir u.a. ein um das schnelle internationale Wachstum zu stemmen.

 

Auf technischer Seite werden wir in den nächsten Monaten unsere Developer-Plattform starten, auf der Drittanbieter eigenständig ihre Services auf unserer Plattform einbinden können, und zahlreiche ERP-Systeme integrieren.  

 

Unternehmensintern optimieren wir unserer Prozesse. Ein Beispiel dafür ist der Aufbau unseres Customer Operations Team, das sich um eine reibungslose Customer Journey kümmert.

 

Weiterhin bauen wir unseren Vertrieb europaweit aus. In Kürze folgt ein Standort in Frankfurt. Denn unser Ziel ist klar: Allthings bietet der Immobilien-Branche einen App-Store, auf dem alle Services rund um das Leben und Arbeiten in Gebäuden zu finden sind. Und das weltweit.