Transport-Plattform CNNCT will die Logistikbranche nachhaltiger gestalten

408 Millionen Fahrten verzeichnete das Kraftfahrtbundesamt 2016, davon waren rund 40 Prozent Leerfahrten mit ungenutztem Frachtraum. Zu viel – findet Speditionskaufmann Alexander Berthele und gründet das Startup CNNCT. Die Cloud-Lösung ermöglicht es, nationale sowie internationale Transporte einfach zu beauftragen und zu verwalten.

 

Der Algorithmus wertet innerhalb von Sekunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den Nutzer aus und greift dabei bewusst auf ohnehin ungenutzten Frachtraum zurück. „Wir möchten mit CNNCT langfristig die Anzahl an Fahrten reduzieren, dafür die Menge an Ladung erhöhen“, erklärt Gründer Alexander Berthele den grünen Gedanken hinter der Plattform. Die Nutzung von CNNCT ist für Unternehmen kostenlos, Frachtdienstleister zahlen eine Vermittlungsprovision.

In sekunden zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet die Beauftragung von Teil- und Komplettladungen großen Verwaltungsaufwand. „Ich bin seit 16 Jahren in der Branche tätig und weiß, dass Unternehmen ohne Speditionskaufmann im Team mit der Masse an Angeboten und der richtigen Beauftragung überfordert sind“, sagt Berthele. Diese Aufgabe soll CNNCT digitalisieren: Der Nutzer gibt die Daten wie Größe, Gewicht und Lieferort in die Suchmaske ein und erhält innerhalb von Sekunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beauftragung, Abwicklung und Verwaltung des Transports wird über CNNCT gemanagt. Über die Tracking-Möglichkeit können verladende Unternehmen dann in Echtzeit sehen, wo sich ihre Lieferung gerade befindet. 

Vom Spediteur zum digitalen Entrepreneur

Gründer Alexander Berthele
Gründer Alexander Berthele

Spedition und Logistik – Alexander Berthele kann sich keine spannendere Branche vorstellen. Als der 32-Jährige vor 16 Jahren ein Praktikum bei einem Logistikunternehmen absolvierte, war er Feuer und Flamme und machte seine Ausbildung als Speditionskaufmann und setzt anschließend noch ein Studium oben drauf. Während seiner Zeit als angestellter und selbstständiger Speditionskaufmann erarbeitet sich Berthele sein Know-How. Die ungenutzten Ressourcen der Frachtdienstleister hat er schon lange im Blick und nutzte diesen Vorteil als Speditionskaufmann für sich. So konnte er kurzfristige Ladetermine am besten einhalten. „Jetzt möchte ich meine Arbeit digitalisieren und den leeren Frachtraum einer breiten Masse zur Verfügung stellen. Denn nur so können wir die Logistikbranche langfristig effizienter und grüner gestalten“, erklärt Berthele.